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Gegenwart und Vergangenheit

Von der Villa Lücke' bis zum 'Goldenen Hahn' [12.09.2015]

Der sommerliche Stadtspaziergang der SPD mit Wolfgang Schulte Steinberg

Wieder einmal war es dem Lippstädter aus Passion, Wolfgang Schulte Steinberg, gelungen, einer erwartungsvollen Wandergruppe sein ganz persönliches Bild seiner Geburtsstadt zu präsentieren, als er am Dienstag, 8. September, zum traditionellen sommerlichen Stadtspaziergang der Sozialdemokraten aufbrach. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Zaremba schildert in diesem Rückblick die Stationen des diesjährigen Streifzuges durch die Ecken und Winkel unserer attraktiven Heimatstadt.


Erinnerungsbild vom Stadtbummel der SPD: Im Hof des Stadthauses am Ostwall blickten am Dienstagabend von links nach rechts Bürgermeister Christof Sommer, Stadtführer Wolfgang Schulte Steinberg und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans Zaremba in die Kamera.

„Villa Lücke“

Waren die vom einstigen Vorsitzenden des städtischen Kulturausschusses bei seinen früheren Spaziergängen durch die City ausgewählten Themen unter anderem der Kultur und den Wasserläufen gewidmet, hatte sich der Sozialdemokrat diesmal einige besondere und auffällige Gebäude in den Blick des von ihm vorbereiteten Rundgangs genommen. Überdies mit dem Bürgermeister Christof Sommer von den Christdemokraten einen fachkundigen Ansprechpartner für die Informationen über das Stadthaus und die benachbarte „Villa Lücke“ gewonnen. Vom bejammernswerten Zustand des 1860 entstandenen an der Ecke zum Klusetor befindlichen Hauses, das bis 2008 verschiedene städtische Institutionen beherbergte und nach dem früheren Beigeordneten Franz-Ulrich Lücke seinen Spitznamen „Villa Lücke“ abbekommen hat, konnten sich die Spaziergänger auch im Inneren einen unmittelbaren Eindruck verschaffen. Speziell stieß bei einigen der über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unter denen auch Gäste aus Delbrück, Erwitte und Bad Westernkotten waren, die Abzäunung des Gebäudes auf Missbilligung, denen der Bürgermeister mit dem Hinweis auf seine Pflichten als Hausherr, den Gehweg wegen der abbröckelnden Fassade sperren zu müssen, begegnete.

Aufbruch vom Rathausplatz zum SPD-Stadtspaziergang 2015: Vorne Wolfgang Schulte Steinberg.

Stadthaus am Ostwall

Die Zukunft der stadtbildprägenden Villa ist natürlich eng mit der Frage verknüpft: Wo wird künftig die Lippstädter Stadtverwaltung ihren Standort haben? Bekanntlich hat der Stadtrat im Mai mit großer Mehrheit, den Bürgermeister beauftragt, die Voraussetzungen für einen Umzug der Bediensteten aus dem heutigen Stadthaus und seiner etlichen Nebenstellen in ein auf dem Areal des früheren Güterbahnhofs zu schaffenden neuen Verwaltungskomplex unter Einbeziehung der finanziellen Folgen zu prüfen und den Stadtvertretern bis Ende 2017 eine aussagefähige Beschlussvorlage zu präsentieren. Derzeit seien die Beamten und Tarifbeschäftigten auf 19 verschiedene Orte im Stadtgebiet verteilt. Für ein effizientes Arbeiten nicht gerade die besten Bedingungen. Zudem sei das heutige Zentrum der Stadtverwaltung am Ostwall, deren Grundsteinlegung in 1952 und die Inbetriebnahme in 1954 erfolgte, nach ihren mehreren An- und Umbauten halt in die Jahre gekommen, was über die graue Fassade hinaus auch etliche andere Unzulänglichkeiten innerhalb des jetzigen Stadthauses offenbarten. Auch das in der größten Stadt im Kreisgebiet immer noch fehlende Bürgerbüro als zentrale Anlaufstelle der Stadtverwaltung könnte in einem neuen Stadthaus wesentlich leichter integriert werden.

Geduldiges Warten am Überweg an der Woldemei: Von dort ging es zur „Villa Lücke“. Fotos (3): Karl-Heinz Tiemann

Villa Kleine

Die dritte Station war die von 1899 bis 1905 in drei Etappen erbaute Villa Kleine an der Oststraße, einstmals das Domizil des Brauereibesitzers Wilhelm Kleine und momentan das Quartier für fünf Parteien. Einer ihrer derzeitigen Bewohner ist Magnus von Rennenkampff, der seit über 20 Jahren dort lebt und die von der SPD entsandten Inspekteure in die Entstehungsgeschichte und die Besonderheiten der Architektur des eindrucksvoll gestalteten Hauses einweihte. So sei es nach 1945 die erste Bleibe für viele der durch den Zweiten Weltkrieg aus ihrer angestammten Heimat vertriebenen Mitbürgerinnen und Mitbürger gewesen. Als ein Beispiel der aktuellen Aufwendungen für die Bewohner führte er aus, dass in einem kalten Winter für die Beheizung des Komplexes mit seinen hohen Räumen von 3.50 Meter bis zur Decke allein 10.000 Liter an Heizöl benötigt würden und was zwangsläufig die Geldbeutel der Mieter stark strapaziere. Ebenso vermittelte Magnus von Rennenkampff den interessierten Flaneuren auch einiges über die Familienchronik des 1916 verstorbenen Hauserbauers, dessen Angehöre durch den Kauf von Staatsanleihen vor dem Ersten Weltkrieg erhebliche Kapitalverluste hinnehmen und in der Folge die Brauerei aufgeben mussten. Zum Abschluss der zweistündigen Exkursion fanden sich die von Wolfgang Schulte Steinberg begleiteten Damen und Herren im „Goldenen Hahn“ ein, wo sie sich in der wohl ältesten Lippstädter Gaststätte bei kühlen Getränken und leckeren Schnittchen labten und sich über das gerade Erlebte noch einige Zeit austauschten.

Blick auf die Villa Kleine in der Oststraße 4: Dazu erläuterte Magnus von Rennenkampff (fünfter von rechts) den von der SPD aufgebotenen Spaziergängern einige interessante Informationen zur Geschichte und Architektur des zwischen 1899 und 1905 entstandenen einzigartigen Hauses. Foto: Hans Zaremba

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