Sozialdemokraten in der Lippstädter Kernstadt und im Stadtteil Cappel
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Gegenwart und Vergangenheit

Vom Stadtpalais zum Lippischen Hof [31.08.2011]

Stadtwanderung 2011 mit Woiflgang Schulte Steinberg

„Es ist jedes Mal wieder beachtlich, welche Ziele von Wolfgang Schulte Steinberg ausgewählt werden, wenn er im August zu den jährlichen Streifzügen unserer Partei in der Kernstadt aufbricht“, umschrieb der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Zaremba das Engagement seines Parteifreundes, bei den von ihm vorbereiteten Erkundungen die Geschichte der Lippemetropole mit der Gegenwart der Lippestadt zu verbinden. Auch in diesem Sommer, wo die beliebte SPD-Veranstaltungsreihe auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann, hatte der 1949 in Lippstadt geborene Heimatkundler aus dem Nicolaiweg mit dem Stadtpalais, der Brüderkirche, der Baustelle der INI in der Cappelstraße und dem geschichtsträchtigen „Lippischen Hof“ erneut attraktive Punkte in den Rundgang für die etwa 40 Spaziergänger aufgenommen.


Stadtspaziergang der Sozialdemokraten im August 2011: Die Wanderergruppe formierte sich zum Auftakt ihres Streifzuges zum Gruppenbild vor dem Stadtpalais.

Stadtpalais

Zum Start der elften Wandertour der SPD hatten sich die Stadtbummler vor dem Bürgerbrunnen versammelt. Unter ihnen waren auch der Vorsitzende der Immobilien- und Standortgemeinschaft Westliche Altstadt, der Ratsherr Dr. Olav Freund, und der Esbecker Ortsvorsteher Thomas Morfeld. Vom Rathausplatz ging der Weg in das 1790 entstandene Stadtpalais, wo Standesamt und „Trauzimmer“ ihren Platz haben. Die wechselvolle Geschichte und die Besonderheiten der Architektur des von dem Eupener Kaufmanns Gilles Delhaes erbauten und erst 1939 in das Eigentum der Stadt Lippstadt übergegangenen Hauses wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom Stadtführer Schulte Steinberg näher gebracht. In seinen Erklärungen zur Historie des prachtvollen Bauwerkes mit der postalischen Adresse „Lange Straße 15“ warf das ehemalige Ratsmitglied auch einen Blick auf das benachbarte Gebäude in der Brüderstraße 2, wo sich lange das Büro für die Stadtkernsanierung in den 1960er und 1970er Jahren befand. Manche kritische Randglosse zu einigen der ehedem im Rathaus getroffenen Entscheidungen konnte sich der Sozialdemokrat nicht verkneifen.

Informationen zur wechselvollen Geschichte des Stadtpalais: Sie vermittelte Stadtführer Wolfgang Schulte Steinberg (zweiter von rechts) im Hof des schmucken Gebäudes.

Brüderkirche

In der Brüderkirche und zweiten Etappe des Exkurses, die augenblicklich der griechisch-orthodoxen Gemeinde als Gotteshaus dient, schaute der frühere städtische Kulturausschussvorsitzende auf die Zeit der Reformation. Dabei führte der ehemalige Kommunalpolitiker aus, dass die christliche Erneuerung in Lippstadt durch den Mönch des einstigen und mit der Brüderkirche verbundenen Augustinereremiten-Klosters, Johannes Westermann, nach dessen Studium der Lehren von Martin Luther in Wittenberg an der Lippe forciert worden sei. Die am und nach dem prominenten Lippstädter Kleriker benannten Platz gelegene Kirche, die früher durch ihre Schlichtheit auffiel, hat durch den Einzug der auf Athen ausgerichteten Christen ihr Gesicht gravierend verändert. Wo einst weiß gestrichene Wände das Bild prägten, sind jetzt farbenprächtige Ikonen zu sehen.

Brüderkirche am Johannes-Westermann-Platz: Ein Kirchenraum im Wandel der Zeit. Wo einst schlichte Wände den Raum prägten, sind heute farbenprächtige Ikonen zu sehen.

Cappelstraße

Von der östlichen Begrenzung der Innenstadt führte die Route über einige Hinterhöfe und schmale Gassen in die westliche Altstadt und Cappelstraße, wo derzeit die INI einen knapp 1.700 Quadratmeter umfassenden Neubau mit vier Stockwerken errichtet. Reinhard Venjakob, Geschäftsführer des INI-Verbundes, betonte, dass der von seiner Einrichtung in Auftrag gegebene Komplex auf dem Areal des im Vorjahr abgerissenen und aus 1656 stammenden Gebäudes errichtet werde. Noch werkeln die Leute vom Bau an allen Ecken und Enden. Doch Ende September soll hier schon der Secondhand-Laden der INI einziehen, der bereits früher an diesem Standort sein Domizil hatte und momentan in der Nicolaus-Otto-Straße seine vorübergehende Bleibe hat. In dem aus überwiegend öffentlichen Töpfen geförderten und auf die beachtliche Summe von 1,4 bis 1,5 Millionen Euro veranschlagten Objekt, wo auch der INI-Integrationsdienst angesiedelt werde, will die seit 1983 in Lippstadt bestehende soziale Institution, so Venjakob, sieben Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen.

Aufwertung für die Cappelstraße: Auf 1,4 bis 1,5 Millionen Euro ist der Neubau des INI-Kaufhauses in der westlichen Altstadt veranschlagt worden, den INI-Geschäftsführer Reinhard Venjkob (links) den Stadtwanderern erläuterte.

Lippischer Hof

Zum Abschluss der knapp zweistündigen Begehung kehrten die Fußgänger in das an der Ecke von der Cappelstraße zur Mühlenstraße gelegene Lokal „Lippischer Hof“ ein, das derweil ein Hotel der Best-Western-Kette ist. Bei westfälischen Bütterkens und kühlen Gerstensaft wurde noch viel über die Vergangenheit des alten Lippstadts und die aktuellen Themen der 1185 gegründeten Stadt an der Lippe gefachsimpelt. Karl-Heinz Brülle, Wolfgang Schulte Steinberg und Hans Zaremba, die in 1970er Jahren einflussreiche Mitglieder der zu jener Zeit stark auf die Stadtentwicklung orientierten Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten waren und von der Jugendgruppe ihrer Partei den Weg in den Stadtrat fanden, erinnerten sich an die ersten Jahre nach der kommunalen Neuordnung in der bis Ende Dezember 1974 bestehenden Kreisstadt. Damals hatten die Genossen ihr Kontor in unmittelbarer Nähe zum „Lippischen Hof“ und viele der in der SPD-Geschäftstelle eröffneten Treffen der Jusos endeten spät in der Nacht im benachbarten Gasthaus. Das Mobiliar des kaum veränderten Schankraumes in dem Hotel war den ehemaligen Jungsozialisten und unterdessen zu Urgesteinen der Lippstädter Sozialdemokratie gewordenen Männern noch bestens vertraut.

Lippischer Hof: Wo sich zum Abschluss des Stadtspazierganges der SPD Ende August 2011 Anita Brülle, Karl-Heinz Brülle und Angelika Zaremba eingefunden hatten, trafen sich in 1970er Jahren nach ihren offiziellen Runden in der benachbarten SPD-Geschäftsstelle zur Nachbereitung ihrer Beschlüsse die Jungsozialisten.

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