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Der Bürger im Mittelpunkt

Wir werden Erika Martin nicht vergessen [21.05.2011]

Schriftführerin des Lippstädter SPD-Ortsvereins und Sekretärin der SPD-Ratsfraktion

Es traf uns alle wie ein unerwarteter Blitzschlag, als wir am Freitagabend nach Ostern, 29. April, vom plötzlichen Tod der langjährigen Schriftführerin unseres SPD-Ortsvereins in der Kernstadt und Sekretärin der SPD-Fraktion im Lippstädter Stadtrat, Erika Martin, erfuhren. Just zum Zeitpunkt, wo in der Thomas-Valentin-Bücherei die Ausstellung „Uneins – aber einig?“ mit der Betrachtung zur Geschichte der Gewerkschaften und der Sozialdemokratie beendet und abgebaut war, machte die Meldung vom Tod unserer Genossin Erika Martin die Runde. Noch vier Wochen zuvor hatte sie durch ihr Engagement zum Gelingen der Eröffnung dieser öffentlichen Veranstaltung zum 90jährigen Ortsvereinsjubiläum in der Stadtbibliothek beigetragen.


Erinnerung an Erika Martin. Die wohl letzte Aufnahme mit Erika Martin (Mitte) entstand beim Empfang der SPD zur Eröffnung der Ausstellung 'Eins - aber Uneinig? am 1. April in der Thomas-Valentin-Bücherei. Mit im Bild sind Marianne Borghoff (links) und Angelika Zaremba.

1973

Erika Martin hat sich unserer Partei im Sommer 1973 angeschlossen, wo die Sozialdemokratie auf fast allen politischen Ebenen tonangebend war. Als Staatsoberhaupt wurde Deutschland zu jenem Zeitpunkt von dem „Bürgerpräsidenten“ Gustav Heinemann repräsentiert, als Bundeskanzler bestimmte in Bonn Willy Brandt die Richtlinien der Politik, als Ministerpräsident regierte in Düsseldorf Heinz Kühn und der Bürgermeister von Lippstadt war noch Jakob Koenen. Es waren nicht nur diese starken Persönlichkeiten der Sozialdemokratie, die für Erika Martin vor 38 Jahren den Anstoß gaben, der ältesten deutschen Partei beizutreten. Entscheidend waren vor allem die Herkunft der am 7. Januar 1937 in Lippstadt als Erika Wickel geborenen Frau, ihre politischen Überzeugungen und auch ihre vor der Familienphase berufliche Tätigkeit bei der Industriegewerkschaft Metall (IGM) in Lippstadt, die sie geprägt hatten und in die SPD führten. Übrigens erfolgte ihr Parteieintritt vier Jahre später nach dem ihres im Januar 2001 verstorbenen Ehemannes und Schatzmeisters des SPD-Stadtverbandes Lippstadt von 1974 bis 2000, Franz-Josef Martin.

Zuverlässige Hilfe auf Parteitagen: Auf vielen Bundestreffen, wo sich die Kernstadt-SPD in die Ausstellungen über das Parteileben vor Ort eingebracht hatte, war auch Erika Martin dabei. So auch im November 1995 in Mannheim. Auf diesem im Extra-Heft von Rote Lippe Rose intern zum Ortsvereinsjubiläum gedruckten Foto befinden sich Margret Schulte Steinberg, Erika Martin, Wolfgang Schulte Steinberg, der frühere Parteichef Hans-Jochen Vogel, Ursula Wolf und Anita Brülle.

1979

Als 1979 die Sozialdemokraten zum ersten Mal für ihre Fraktion im Lippstädter Rathaus eine Sekretärin suchten, war es Erika Martin, der diese Funktion übertragen wurde. Bis zu ihrem Ableben war Erika Martin die Anlaufstelle der SPD im Rathaus. Insgesamt arbeitete sie in ihrer Zeit bei der SPD-Fraktion mit Klaus Helfmeier (bis 1983), Dr. Franz Walter Henrich (1983 bis 1991), Karl-Heinz Brülle (1991 bis 1999) und Hans-Joachim Kayser (seit 1999) für vier Vorsitzende. Die große Zahl der sozialdemokratischen Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger, für die sie ebenso wie für die Fraktionsvorsitzenden stets eine loyale Mitarbeiterin war, lässt sich kaum noch erfassen.

Rückblick in das Frühjahr 2006 zum Auftakt einer Radwegeinspektion. Die Gruppe um den Radwegeplaner der Stadt Münster, Stephan Böhme (mit orangefarbener Jacke), brach vor fünf Jahren zur ihrer Untersuchung ab dem Rathaus auf Mit dabei war auch Erika Martin (links im Bild).

1984

In der Folge übernahm Erika Martin auch etliche ehrenamtliche Aufgaben. Sie wirkte in einigen städtischen Gremien (im Schul- und Kulturausschuss, in den Beiräten für die Gleichstellung von Frau und Mann sowie Senioren) mit und war auch Schöffin bei Gericht. Darüber hinaus wurde sie 1984 zur Schriftführerin des Lippstädter SPD-Ortsvereins gewählt und danach bei allen Vorstandswahlen konstant bestätigt. Zuletzt in der Versammlung am 22. Februar 2011. Sie war eine unerlässliche Stütze unserer Ortsvereinsarbeit. Zudem hat sie seit 1984 unseren Ortsverein als Delegierte auf den Parteitagen der SPD im Stadtgebiet und im Kreis Soest sowie auf den unzähligen Wahlkreiskonferenzen vertreten. Es war ihre zugewandte Art, die ihr immer wieder das breite Vertrauen der Genossinnen und Genossen einbrachte.

Vorstand und Kontrollkommission des SPD-Ortsvereins in der Kernstadt von Lippstadt. Dieses Bild entstand sieben Wochen vor dem überraschenden Tod der langjährigen Schriftführerin des Lippstädter SPD-Ortsvereins, Erika Martin. Von links nach rechts mit Margret Schulte Steinberg, Udo Strathaus, Hans-Joachim Kühler, Michael Althoff, Anita Brülle, Hans-Dieter Spangardt, Hans Zaremba, Paul-Heinz Pankoke, Manuel Rodriguez-Cameselle, Ute Strathaus, Erika Martin und Andrea Müller. Über diese Genossinnen und Genossen hinaus gehören auch Dr. Claudia Griebel und Wolfgang Schulte Steinberg zum Kreis der im Jubiläumsjahr 2011 gewählten Verantwortlichen des 1921 gegründeten Lippstädter SPD-Ortsvereins


1999

Erika Martin und ihr Ehemann Franz-Josef Martin waren die ersten Mitglieder, die von ihrem SPD-Ortsverein für ihre Arbeit mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet wurden. Diese Ehrung erfolgte im September 1999 im Cappeler „Jägerkrug“ zum Ende einer Tagesradrundfahrt der Kernstadt-Sozialdemokraten durch das Stadtgebiet. Erika Martin wurde für ihre damals zwei Jahrzehnte währende Arbeit für die SPD-Ratsfraktion und 15jährige Tätigkeit als Schriftführerin im Lippstädter SPD-Ortsverein gewürdigt, Franz-Josef Martin für ein Vierteljahrhundert als Schatzmeister des SPD-Stadtverbandes geehrt. Der Lippstädter SPD-Ortsverein, aus dem viele Erika Martin am 5. Mai auf ihrem letzten Weg auf dem Friedhof an der Lipperoder Straße begleiteten, wird sie nicht vergessen.

Hans Zaremba

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