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Der Bürger im Mittelpunkt

Ein unvergessener Bürgermeister [17.01.2004]

Hans Zaremba über die Würdigung von Jakob Koenen

Lippstadt. Es war eine stattliche Zahl von Weggefährten, die sich zu der Gedenkstunde aus Anlass des 30jährigen Todestages des früheren Bürgermeisters Jakob Koenen in den Saal des Lippstädter Rathauses eingefunden hatte. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des gastgebenden Vereins zur Pflege und Förderung des Vermächtnisses von Jakob Koenen e.V., Karl-Heinz Brülle, erinnerten sie an den in vielen Bevölkerungskreisen immer noch beliebten und verdienten Lippstädter Bürgermeister der Jahre von 1948 bis 1974.

Von Berni Alff bis zu Dr. Gerhard Wolf

Die Riege der sich auch heute noch mit Jakob Koenen und seines Lebenswerkes verbundenen Persönlichkeiten reichte von der früheren Stadtvertreterin Berni Alff und den Vorsitzenden des Lippstädter SPD-Ortsvereins anlässlich der ersten Wahl von Koenen zum Bürgermeister im November 1948, Alfred Heider, über seine langjährigen Wegbegleiter als Chef der Stadtverwaltung, dem damaligen Stadtdirektor Friedrich Wilhelm Herhaus, und beim heimischen Sportverein Teutonia, Klaus Petri, seinen politischen Ziehsohn Werner Roß, bis zu seinen Nachfolgern als Bundestagsabgeordneter, Engelbert Sander, und als Bürgermeister, Dr. Gerhard Wolf. Mit dem Ex-Kämmerer Heinrich Westen und dem vormaligen Leiter des Bauverwaltungsamtes, Hans Jürgens, waren weitere ehemalige Bedienstete aus dem Stadthaus erschienen. Anwesend waren auch der heutige Bürgermeister Wolfgang Schwade und seine Herausforderin von der SPD bei der Wahl im Herbst, Sabine Pfeffer, und die Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen von CDU, SPD, und Bündnis 90/Die Grünen.

Toleranz und Volkstümlichkeit

In seiner Laudatio würdigte Karl-Heinz Brülle, der vom Frühjahr 1973 als Chef der Kernstadt-SPD mit dem damaligen Ratsvorsitzenden bis zu dessen Tod im Januar 1974 zusammengearbeitet hatte, die nachhaltigen und verdienstvollen Leistungen des Ehrenbürgers Jakob Koenen für die Allgemeineinheit. Ebenso blickte er auf die verschiedenen Aufgaben und Funktionen des 66 Jahre währenden Lebens von Jakob Koenen zurück. Brülle bediente sich in seiner Rede von Zitaten aus den Publikationen über die Lippstädter Stadtgeschichte und aus Aufzeichnungen von Zeitzeugen. Aus dem Buch von Helmut Klockow zur Stadtgeschichte führte er aus: „Er besaß das Vertrauen eines sehr großen Teils seiner Mitbürger, weil er die allen gemeinsame Aufgabe und das alle Verbindende in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellte. Wegen seiner Toleranz und Volkstümlichkeit wurde er sehr schnell zu einem echten Stadtoberhaupt. Bei den Kommunalwahlen bis 1999 schnitt deshalb die SPD als die Bürgermeisterpartei stets besser ab als bei den Wahlen zum Landtag oder Bundestag.“

Unkonventionelle Methoden

Darüber hinaus rief Brülle einen Nachruf zum Tode von Koenen in Erinnerung. „Wir verdanken seiner Aufgeschlossenheit und seinem Weitblick manche wertvolle Anregung und fortschrittliche Einrichtung.“ Damit meinte der heutige Vorsitzende des städtischen Bauausschusses in erster Linie das Stadttheater am Cappeltor und das ihm gegenüber liegende Hallenbad mit dem Namen des Geehrten. „Leider ist das Bad mittlerweile in die Jahre gekommen und sieht sich einer ungewissen Zukunft entgegen. Wir brauchen offensichtlich hier wieder einen Jakob Koenen.“ Damals hatte Jakob Koenen mit unkonventionellen Methoden Spenden für den Bau des Hallenbades gesammelt. Er opferte dabei sogar im Rahmen einer Wette einen Teil seines Haupthaares. Insgesamt konnte auf diese Art und Weise eine halbe Million DM beigetragen werden.

Sozialliberales Bündnis

Alfred Heider, der 83 Jahre alte Grandseigneur der Lippstädter Sozialdemokratie, beschrieb die 1948 mit einer Koalition von SPD und FDP bewerkstelligte erste Wahl von Jakob Koenen zum Bürgermeister. „Dies war bundesweit das erste sozial-liberale Bündnis“, berichtete der damalige Lippstädter SPD-Ortsvereinsvorsitzende mit berechtigten Stolz. Erst später sollten solche Verbindungen auch in Nordrhein-Westfalen (1956) und im Bund (1969) folgen. Klaus Petri, bis 1971 als Vorsitzender von Teutonia unmittelbarer Vorgänger von Jakob Koenen und politisch sicherlich kein Verbündeter des sozialdemokratischen Bürgermeisters, lobte dessen hohes Engagement für den Sport in Lippstadt. Ohne ihn hätten sich diese Aktivitäten nach dem Krieg nicht so rasch wieder entfalten können, betonte der auch heute wieder als Vormann für die Schwarzen vom Waldschlößchen aktive ehemalige Ratsherr. Dr. Gerhard Wolf, von 1969 bis zum Tod von Jakob Koenen sein Stellvertreter als Stadtoberhaupt und sein direkter Nachfolger als Bürgermeister, schaute auf den vergeblichen und gemeinsamen Kampf zurück, im Zuge der kommunalen Neuordnung für Lippstadt den Kreissitz zu erhalten. Auch er habe, obwohl aus einer ganz anderen Generation stammend, Jakob Koenen als einen Menschen kennengelernt, mit dem er äusserst vertrauensvoll zusammengearbeitet habe.

Aus Werkstatt wurde Brauerei

Jakob Koenen hatte als selbständiger Polstermeister zuletzt seine Werkstatt im Haus in der Langen Straße 3. Dort wird heute von seinem Großneffen Daniel Thombansen das Lippstädter Bier gebraut. Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Brülle freute sich, „dass wir heute gerade dieses Bier anbieten können“ und dankte dem jungen Braumeister und seinem Vater Edgar Thombansen ganz herzlich dafür.

Gruppenbild in Erinnerung an einen unvergessenen Bürgermeister. Die ehemaligen Wegbegleiter von Jakob Koenen unter einem Gemälde des Geehrten mit einem Glas aus der Braustube seines Großneffen Daniel Thombansen in der Hand. Von links nach rechts: Georg Pekalis, Werner Roß, Klaus Petri, Friedrich Wilhelm Herhaus, Karl-Heinz Brülle, Alfred Heider und Dr. Gerhard Wolf.

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