Sozialdemokraten in der Lippstädter Kernstadt und im Stadtteil Cappel
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Der Bürger im Mittelpunkt

"Lebendiger Ortsverein" auf den Parteitagen [23.10.2007]

Hans Zaremba über Bremen (1991), Wiesbaden (1993) und Mannheim (1995)

Wenn im Hamburger Congresszentrum der Bundesparteitag der SPD beginnt, denken etliche Mitglieder der Sozialdemokraten aus der Kernstadt an die Ausstellungen „Lebendiger Ortsverein“ auf den Bundestreffen ihrer Partei in Bremen (1991), Wiesbaden (1993) und Mannheim (1995). Mit den vom Parteivorstand geförderten Märkten über die Arbeit der SPD-Basis findet seit dem Parteitag von Münster (1988) auch der Wettbewerb um den Wilhelm-Dröscher-Preis statt.

Aufbauhilfe nach der Wende

Bei seiner ersten Teilnahme schilderte der Lippstädter SPD-Ortsverein 1991 in Bremen die Erfahrungen bei der Aufbauhilfe der SPD nach dem Fall der innerdeutschen Grenze im Frühjahr 1990 im sächsischen Oschatz. Als Gäste an dem Stand konnte der Ortsvereinsvize Bernhard Scholl den Bezirkschef und das vor zwei Jahren verstorbene Urgestein der SPD aus dem Westlichen Westfalen, Hermann Heinemann, den späteren Bremer Bürgermeister Henning Scherf und viele weitere SPD-Prominente begrüßen. Bedeutendes Ereignis auf dem Parteitag an der Weser war die Wahl von Björn Engholm zum neuen Parteivorsitzenden und Hoffnungsträger der SPD. Eine Entscheidung, die, wie die Geschichte später belegte, nur die Haltbarkeit von 23 Monaten haben sollte.

Wiesbaden 1993. Karl-Heinz Brülle, Hans Zaremba, Wolfgang Schulte Steinberg, Ministerpräsident Gerhard Schröder (Niedersachsen), Bernhard Scholl, Erika Martin und Walter Neumann.

Waffeln aus Lippstadt

Was offenbar schon 1988 in Münster (noch ohne Lippstädter Beteiligung) begann und sich im Mai 1991 in Bremen fortsetzte, erreichte im November 1993 in Wiesbaden seinen Gipfel. Die örtlichen Gliederungen stellten nicht nur ihre Arbeit in den Gemeinden und Städten vor, sondern boten auch heimatliche Speisen und Getränke an. So gab es aus den Ostländern leckere Schmalzbrote und andere schmackhafte Wursterzeugnisse und eine Gruppe aus einem Winzerdorf aus Rheinland-Pfalz hatte eine komplette Weintheke mit Rebensäften errichtet. In Lippstadt war schnell der Plan gereift, in Wiesbaden Selbstgebackene Waffeln aus eigener Produktion anzubieten, die an der Lippe bei Kinder- und Familienfesten immer ein „Renner“ waren. Rasch war der Waffelstand von Erika und Ulla (nach der Ansprechpartnerin der Fraktion im Rathaus, Erika Martin, und der damaligen Mitarbeiterin im Parteibüro, Ursula Wolf, benannt) in den Hallen der hessischen Kurstadt in aller Munde.

Mannheim 1995. Margret Geßling (heute Margret Schulte Steinberg), Erika Martin, Wolfgang Schulte Steinberg, der ehemalige Parteivorsitzende Hans-Jochen Vogel, Ursula Wolf und Anita Brülle.

Von Gerhard Schröder bis Hans Eichel

Der Club der Waffelfreunde von Wiesbaden reichte vom niedersächsischen Regierungschef und späteren Bundeskanzler Gerhard Schröder bis zum hessischen Ministerpräsidenten von 1991 bis 1999 und dem Bundesfinanzminister von 1999 bis 2005, Hans Eichel. Die beiden Bäckerinnen Erika Martin und Ursula Wolf erinnern sich, in drei Tagen über 750 Waffeln an die Frau und den Mann gebracht haben. Walter Neumann, 1993 auf dem Parteitag für den Einkauf zuständig, überraschte, was er alles für fünfzig Mark im Aldi bekam. Politisches Ereignis in Wiesbaden war die Bestätigung von Rudolf Scharping als SPD-Parteichef, der im Juni 1993 bei der bislang einzigen Urwahl um den SPD-Chefsessel gegenüber Gerhard Schröder und Heidemarie Wieczorek-Zeul gesiegt hatte.

Niederlage für die Ortsvereine

In Wiesbaden überhaupt kein Thema, zwei Jahre später in Mannheim ein großes Ärgernis: Die geschäftliche Interessenlage des Betreibers des Rosengartens, wo sich die SPD zum Parteitag traf, und die Bemühungen der örtlichen Gliederungen, ihre heimatlichen Erzeugnisse anzubieten. Dies endete mit einer Niederlage für die SPD-Basis. Die Konflikte von Mannheim waren auch in Hannover (1997) und in Berlin (1999) spürbar, was das Aus der Waffel- und Winzerstände auf den Bundesparteitagen der SPD besiegelte. Schade!

Kampfabstimmung in Mannheim

Mannheim war durch das Duell von Oskar Lafontaine und Rudolf Scharping um den Vorsitz geprägt, das der Saar-Ministerpräsident gewann. Erneut eine Wahl für eine nicht allzu lange Zeit. Im April 1999 in Bonn wurde nach der „Flucht“ des Saarländers mit Gerhard Schröder schon der fünfte Nachfolger von Willy Brandt gewählt. Mit Franz Müntefering (März 2004 bis November 2005), Matthias Platzeck (November 2005 bis April 2006) und Kurt Beck (seit Mai 2006) sollten bis zum Parteitag in Hamburg noch drei weitere SPD-Chefs folgen. Prominentester Gast am Lippstädter Stand in Mannheim, der sich in der Regie von Heinz Gerling und Wolfgang Schulte Steinberg inhaltlich mit dem Wandel der Churchill-Barracks zum Wohnpark Süd befasste, war Johannes Rau, Ministerpräsident in Nordhein-Westfalen von 1978 bis 1998 und Bundespräsident von 1999 bis 2004.

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