Sozialdemokraten in der Lippstädter Kernstadt und im Stadtteil Cappel
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Der Bürger im Mittelpunkt

150 Jahre zeitlose Werte [06.03.2013]

Ausstellung zum Parteigeburtstag eröffnet

„150 Jahre lang folgt unsere Partei den zeitlosen Werten: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Keine deutsche Partei ist älter. Keine hat so viel durchgestanden und keine war so erfolgreich wie die SPD.“ Mit dieser Charakterisierung eröffnete der Lippstädter SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Zaremba am Dienstagabend im Stadtmuseum eine Ausstellung zum 150jährigen Bestehen seiner Partei. Dazu konnte er den SPD-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Hellmich für eine geschichtliche Würdigung der Sozialdemokratie und den Bürgermeister Christof Sommer als Repräsentanten der Stadt Lippstadt begrüßen.


Formierten sich zum Gruppenbild in der Ausstellung zum SPD-Jubiläum: Von links nach rechts SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans Zaremba, Bundestagsabgeordneter Wolfgang Hellmich und Bürgermeister Christof Sommer.

Zitate

Die reichliche Zahl der zur Eröffnung der Ausstellung erschienenen Gäste zeige, so der lokale SPD-Vorsitzende, „das überaus große Interesse an dem nachhaltigen Engagement der Sozialdemokratie auf ihrem langen Weg zu einem besseres Land“. Mit launigen Kommentaren und etlichen Zitaten verstorbener SPD-Größen von August Bebel, über Herbert Wehner bis zu Willy Brandt hatte Bürgermeister Christof Sommer seine Ausführungen gespickt und bemerkt, dass die SPD wohl Mut und Humor zeige, ihn, der bekanntlich ein CDU-Parteibuch besitzt, zu einem Grußwort einzuladen. Dass er nicht ausschließlich die „ultimative Lobhudelei“ angesichts des bedeutenden Jubiläums zu Gehör bringen werde, sondern auch den ein oder anderen – nett gemeinten – Seitenhieb, verstehe sich ja von selber und berief sich auf den ersten SPD-Vorsitzenden Bebel („Lobt dich der Gegner, dann ist das bedenklich; schimpft er, dann bist du in der Regel auf dem richtigen Weg“).

Gut besucht war die Eröffnung der SPD-Ausstellung im Stadtmuseum Darüber freuten sich auch Bürgermeister Christof Sommer, Bundestagsabgeordneter Wolfgang Hellmich und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans Zaremba

Frauenwahlrecht

Ebenso stellte das Stadtoberhaupt viele der nachhaltigen Leistungen der SPD für die Entwicklung der Demokratie heraus, so das am 12. November 1918 in Kraft getretene aktive und passive Frauenwahlrecht und verband dies mit der Anekdote: „Man könnte also behaupten, dass wir den glücklichen Umstand, eine weibliche Bundeskanzlerin zu haben, dem unermüdlichen Einsatz der SPD verdanken.“ Fakt sei, dass die SPD die älteste parlamentarisch vertretende Partei Deutschlands ist und auf diese Tatsache mit Fug und Recht stolz sein könne. Anerkennende Worte fand Sommer auch für das Engagement vieler örtlicher Sozialdemokraten (wie den Ehrenbürger Jakob Koenen, die früheren Bundestagsmitglieder Engelbert Sander und Eike Hovermann, die einstigen Parlamentarier im Landtag, Horst Marin und Karl-Heinz Brülle, und die heutige Abgeordnete Marlies Stotz sowie die Ehrenringträger Werner Roß, Horst Schneider und Walter Neumann).

Launige und anerkennende Worte: Bürgermeister Christof Sommer (links) bei seinem Grußwort.

Werdegang

Das in Bad Sassendorf wohnende Mitglied des Bundestages, Wolfgang Hellmich, stellte die lange Tradition der Sozialdemokratie im Kreis Soest heraus, die immerhin auch schon auf 140 Jahre zurückblicken könne und erinnerte an die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins am 23. Mai 1863, aus dem schließlich die SPD entstanden sei. Zudem schilderte er den Werdegang der SPD bis in die Gegenwart, wie er auch in dem überregionalen Teil der Ausstellung im Stadtmuseum zu betrachten ist. Überdies blickte der im Sommer 2012 in den Bundestag nachgerückte Politiker auf die Entwicklung der Sozialdemokratie zur Volkspartei, die herausragenden Persönlichkeiten und die vielen fleißigen und mutigen Mitglieder der SPD: „Sie haben es stetig gewagt, sich entschlossen gegen die herrschenden Verhältnisse aufzulehnen.“ Dabei hob Hellmich ausdrücklich die Rede von Otto Wels („Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht“) aus dem Jahr 1933 hervor, als die SPD als einzige Fraktion im Reichstag gegen Hitlers-Ermächtigungsgesetz stimmte, obwohl schon die paramilitärische Sturmabteilung (SA) der Nazis im Plenarsaal aufmarschiert war. „Dies war eine der mutigsten Reden, die je gehalten wurde“, unterstrich der bei der Bundestagswahl im Herbst erneut für die heimische SPD auf dem Stimmzettel stehende Abgeordnete.

Ein Geschenk für den Lippstädter SPD-Ortsverein: Eine Traditionsfahne der Sozialdemokratie hatte der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Udo Strathaus (links) mit in die SPD-Ausstellung gebracht und präsentierte sie für die Fotografin Annette Schäfer gemeinsam mit Wolfgang Hellmich und Hans Zaremba.


Würdigungen

Darüber hinaus würdigte Hellmich die Leistungen des ersten SPD-Parteivorsitzenden nach einem Jahrzehnt brauner Terrorherrschaft, Kurt Schumacher, beim Wiederaufbau der Demokratie und der von der SPD gestellten Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt in der Phase des Umbruchs nach 20jähriger Regierungszeit der Union. Während der Kanzler Brandt neben innenpolitischer Neuerungen (Mietrecht, Mitbestimmung und Bildungsreformen) mit der von ihm forcierten Ostpolitik den Weg zu späteren Einheit Deutschlands gebahnt habe, stehe sein Nachfolger Schmidt für Autorität in der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit dem RAF-Terror. Der SPD-Regierungschef Gerhard Schröder habe sich getraut, Reformen anzupacken, durch Deutschland heute wirtschaftlich besser dastehe als die meisten seiner europäischen Nachbarn. Der Niedersachse habe auch den Wandel in der Außenpolitik eingeleitet, durch die Deutschland sicherheitspolitische Verantwortung auf dem Balkan und in Afghanistan übernommen habe. „Mit seinem Nein zum Irakkrieg bewies er Entschlossenheit und Weitsicht“, bekräftigte das heutige Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestages den Widerstand des Sozialdemokraten im Kanzleramt gegen den Druck des damaligen US-Präsidenten George W. Bush.

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