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Jakob Koenen

Bürgersinn und Hartnäckigkeit [09.11.2008]

Erinnerungen an den Bürgermeister Jakob Koenen

Es war ein würdevoller Rahmen, den die Verantwortlichen des Vereins zur Pflege und Förderung von Jakob Koenen e.V. im Ratssaal bereitet hatten, als viele politische Wegbegleiter aus der SPD, CDU und FDP sowie etliche ehemalige Bedienstete aus dem Stadthaus dem 1974 verstorbenen Ehrenbürger der Stadt Lippstadt ihre Referenz erwiesen. Der Anlass der Feierstunde an historischer Stelle, die von der Vizebürgermeisterin Sabine Pfeffer eröffnet wurde, galt der am 9. November 1948 erfolgten ersten Wahl von Jakob Koenen zum Bürgermeister der Stadt Lippstadt und dem Beginn einer Amtszeit, die über 25 Jahre währen sollte.


Freund und Ziehvater. Für Werner Roß (links) war Jakob Koenen der politische Ziehvater, für Friedrich Wilhelm Herhaus wurde der Bürgermeister zum väterlichen Freund. In der Bildmitte Brigitte Roß.

Verbundenheit

Mit dem ehemaligen Stadtdirektor Friedrich Wilhelm Herhaus hatten die Nachlassverwalter von Jakob Koenen für das Festreferat einen Mann gewonnen, dem Jakob Koenen, wie der Redner vor der Gästeschar bekannte, während des gemeinsamen Weges für die Stadt Lippstadt von 1957 bis 1974 zu einem väterlichen Freund geworden war. Der frühere Verwaltungschef war der Bitte, das Lebenswerk seines langjährigen Partners in der Stadtspitze zu würdigen, gerne nachgekommen, weil er sich auch heute immer noch eng mit am 5. Juni 1907 in Lippstadt geborenen und späteren Handwerksmeister verbunden fühle. Dafür hatte sich der in Bad Waldliesborn im Ruhestand lebende Kommunalbeamte vieler Mühen unterzogen und eine Fülle von Daten und Fakten aus der Arbeit des auch in der Gegenwart immer noch populären Lippstädter Nachkriegsbürgermeisters zusammengetragen. Sie reichten von den Begleitumständen der ersten Bürgermeisterwahl nach der Währungsreform über viele gemeinsam verfolgte und durchgesetzte Projekte (Umgehungsstraße, Hallenbad und Stadttheater) bis zu mancher Anekdote, die den Humor des agilen Bürgermeisters charakterisieren.

Chronisten der Lippstädter Geschichte. Auch die beiden Protagonisten des Lippstädter Heimatbundes, Willi Kröger (links) und Hans Christoph Fennenkötter, waren bei Ehrung für Jakob Koenen zugegen.

Auszeichnungen

Der 1957 nach Lippstadt gekommene und vom Ratsvorsitzenden Koenen zunächst als Stadtkämmerer und Justiziar verpflichtete Verwaltungsjurist Friedrich Wilhelm Herhaus hob in seinen Betrachtungen über Jakob Koenen auch die vielfältigen Auszeichnungen hervor, mit denen der nach dem Besuch von Volksschule und Gymnasium zum Sattler, Polsterer und Dekorateur ausgebildete spätere Bürgermeister bedacht wurde. Dies waren unter anderem 1966 der städtische Ehrenring, 1968 die Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes durch den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Heinz Kühn, und 1973 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Lippstadt. Herhaus beschrieb mit seiner Rede auch die uneigennützige und beispielhafte Förderung des örtlichen Gemeinwesens durch Koenen. „Er hat vorbildlichen Bürgersinn in vielen Jahren unter Beweis gestellt“, schilderte der Wegbegleiter aus dem Stadthaus das Engagement des Bürgermeisters für seine Heimatstadt und fügte hinzu: „Er verfolgte in unermüdlicher und erfolgreicher Arbeit, unter Zurückstellung persönlicher Vorteile und Annehmlichkeiten, nur ein Ziel, das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürger.“ Die Tatkraft und der Einsatz von Jakob Koenen haben nach Einschätzung von Friedrich Wilhelm Herhaus die Entwicklung der Stadt Lippstadt wesentlich beeinflusst.

Halten die Erinnerung an den großen Lippstädter Sohn Jakob Koenen wach. Wolfgang Schulte Steinberg (links) mit seinem großen Privatarchiv und Buchautor Ingo Salmen mit seinem Buch über Geschichten und Anekdoten aus Lippstadt.

Umgehungsstraße

Neben den vom Bürgermeister am Cappeltor vorangebrachten Projekten, das 1966 eingeweihte Hallenbad und das 1973 eröffnete Stadttheater, berichtete der vormalige Chef des Stadthauses auch über die nachhaltigen Initiativen von Koenen, die Bundesstraße 55 aus dem Stadtzentrum auf eine Umgehungsstraße zu verlagern. Als Mitglied des Bundestages (von 1953 bis 1969) habe der Lippstädter viele Verbindungen geknüpft, durch die am 15. Oktober 1960 die Berliner Straße als Ortsumgehung von Lippstadt seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Wie hartnäckig und intensiv der Parlamentarier aus Lippstadt für diese Straße in Bonn geworben habe, wurde nach den Erinnerungen von Herhaus vom damaligen Bundesverkehrsminister Dr. Hans-Christoph Seebohm bei der Feier der Inbetriebnahme der neuen Straße herausgestellt. „Er wies darauf hin, dass der Abgeordnete Koenen ihn im Bundestag ständig auf die Bundesstraße 55 angesprochen habe. Zuletzt habe er stets einen großen Bogen um ihn gemacht, um ihn ausweichen. Dieser habe aber nicht locker gelassen.“

Beitrag zum Jahrestag von Jakob Koenen. Von links nach rechts Festredner Friedrich Wilhelm Herhaus, Ausstellungsgestalter Wolfgang Schulte Steinberg und Vereinsvorsitzende Sabine Pfeffer.

Zeitzeugen

Über den sehr persönlichen Vortrag von Friedrich Wilhelm Herhaus hinaus ergriff mit Alfred Heider ein weiterer Zeitzeuge aus der Ära von Jakob Koenen im Rathaussaal das Wort. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende von 1946 bis 1952 war Initiator des Bündnisses von SPD und FDP, mit dem der Sozialdemokrat Koenen vor 60 Jahren zum Lippstädter Bürgermeister gewählt wurde. Bereits nach seinem ersten Zusammentreffen mit Koenen sei ihm bewusst geworden, so Heider, dass er und kein anderer Bürgermeister werde. Während in Lippstadt wegen der geringen Kriegsschäden nach 1945 nicht viel wieder aufzubauen gewesen wäre, aber viel auszubauen, hätte es besonderer Persönlichkeiten bedurft. Die habe er mit Jakob Koenen und in der FDP mit dem Juristen Dr. Hermann Jerrentrup und dem Mediziner Dr. Heinz Dohr gefunden.

Zwei Wegbegleiter einer großen Ära. Der ehemalige Baudirektor Hans-Georg Rieber und der frühere Stadtdirektor Friedrich Wilhelm Herhaus waren enge Mitstreiter des Bürgermeisters Jakob Koenen.

Ehefrau

Der Grandseigneur der Sozialdemokratie würdigte mit seinen Worten auch die Leistungen der Ehefrau von Jakob Koenen. Thea habe ihrem Jakob stets den Rücken frei gehalten, damit er sich voll und ganz der Politik haben widmen können. Die Vereinsvorsitzende Sabine Pfeffer dankte den beiden Rednern für ihre Beiträge und ihren Mitstreitern aus dem Jakob-Koenen-Verein, Wolfgang Schulte Steinberg für kleine im Rathaus präsentierte Ausstellung mit Fotos und Zeitungsartikeln aus dem Wirken des legendären Stadtoberhauptes und Hans Zaremba für die Erstellung der reichlich bebilderten Festschrift anlässlich der 60. Wiederkehr der ersten Wahl des großen Lippstädters zum Bürgermeister seiner Geburtsstadt.

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