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Jakob Koenen

Mit Jakob Koenen zur absoluten Mehrheit [27.09.2014]

Hans Zaremba erinnert an den SPD-Wahlerfolg von 1964

Vor gut 40 Jahren, am 16. Januar 1974, ist mit Jakob Koenen der bisher am längsten amtierende Bürgermeister der Stadt Lippstadt verstorben. Knapp zehn Jahre zuvor, am 27. September 1964, feierte der Sozialdemokrat seinen wohl größten Wahlsieg, als er bei der Kommunalwahl als Spitzenkandidat seiner Partei für die SPD die absolute Mehrheit im Stadtrat gewann. Daran erinnert der Lippstädter SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Zaremba in diesem Beitrag.


Auch auf dem internationalen Parkett ein gewandtes Auftreten: Nur zwei Wochen nach dem überzeugenden Wahlerfolg der SPD mit ihm als Spitzenkandidaten gehörte Jakob Koenen (rechts) zur Delegation der deutschen Sportfunktionäre bei der Olympiade in Tokio, die vom 10. bis zum 24. Oktober 1964 stattfand und wo der DFB-Schatzmeister mit seinen Begleitern vom deutschen Botschafter in der japanischen Hauptstadt, Dr. Herbert Dittmann (links), empfangen wurde. Foto: Stadtarchiv Lippstadt

Vertrauensbeweis

Der ausgezeichnete Vertrauensbeweis für die SPD im Herbst 1964 war offenkundig auf die außergewöhnliche Popularität ihres Vormannes Jakob Koenen zurückzuführen. Der Abstand der Sozialdemokraten gegenüber den Mitbewerbern war eindrucksvoll. Die SPD lag mit 47,5 Prozent deutlich vorne, gefolgt von der CDU mit 40,2 und der FDP 6,6. Mit 4,9 Punkten war der BHE (Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten) an der damaligen Klausel von fünf Prozent gescheitert und zog nach den Wahlen von 1952, 1958 und 1961 nicht wieder in den Stadtrat ein. Damit verschwand er auch in Lippstadt von der politischen Bildfläche. Auch für das Zentrum bedeutete diese Wahl das Aus. Lediglich 0.8 Prozent konnte das katholische Bündnis erreichen. 1948, wo Jakob Koenen zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt wurde, waren es noch glatte acht Prozent gewesen. Die SPD gewann bei der Kommunalwahl vor 50 Jahren (wozu der Landtag in Düsseldorf infolge des Bevölkerungszuwachses von Lippstadt den Stadtrat von 30 auf 31 Sitze aufgestockt hatte) 16 Ratssessel, zuvor waren es 13. Die CDU (13 Sitze) und die FDP (2) konnten ihre Anteile halten, während die GDP (Gesamtdeutsche Partei) ihre zwei Mandate verlor und somit leer ausging. Jakob Koenen, der strahlende Wahlsieger, kommentierte den deutlichen Zuspruch für seine Partei wie folgt. „Ich bin stolz auf unsere Lippstädter. Ich freue mich darauf weitermachen zu können für unsere Lippestadt.“ Auffällig war die Wahlbeteiligung im Jahr 1964. Während sie landesweit nur bei 67 Prozent lag, war sie in Lippstadt mit 81,3 Prozent besonders hoch. Bemerkenswert war auch der Zuwachs bei der Briefwahl. Insgesamt waren 1.347 Wahlscheine für die Stadtratswahl beantragt worden, während bei der vorherigen Kommunalwahl in 1961 in Lippstadt nur 750 Briefwähler gezählt wurden.

Ratsfraktionen

Die SPD-Fraktion setzte sich im Herbst 1964 aus der Ratsfrau Berni Alff und den fünfzehn Ratsherren Günter Ballhorn, Oskar Bilke, Heinrich Dickhut, Franz Dreier, Werner Franke, Max Gorny, Jakob Koenen, Werner Kühl, Werner Roß, Engelbert Sander, Peter Sauermann, Wolfgang Sparkuhle, Georg Schenk, Hermann Schuchtrup und Erich Wandel zusammen. Die Wahl der drei hauptamtlichen Gewerkschaftler Werner Franke, Engelbert Sander (beide IG Metall) und Hermann Schuchtrup (ÖTV) in die Ratsversammlung belegt die starke gewerkschaftliche Prägung der Lippstädter Sozialdemokratie in den 1960er Jahren. Mit Berni Alff und Heinrich Dickhut waren gleichzeitig Tochter und Vater Mitglieder einer gemeinsamen Ratsfraktion geworden. Bis in die Gegenwart einmalig in der Lippstädter SPD-Geschichte. Überdies gelangten vor fünf Jahrzehnten für CDU Bernhard Bartmann, Fritz Beyer, Hans Budde, Dr. Barbara Christ, Gustav Engelke, Josef Schulte Döinghaus, Ferdinand Schürmann, Fritz Schütte, Rosemarie Gräfin von der Schulenburg, Hermann Schlepphorst, Hans Schwade, Erich Tischer und Heinrich Wiemeyer sowie für die FDP Walter Feith und Erich Hoffacker in den Stadtrat.

Popularität

Jakob Koenen befand sich 1964 auf dem Höhepunkt seines Wirkens. Über das Amt des Bürgermeisters hinaus war er zu jener Zeit bereits elf Jahre Mitglied des Deutschen Bundestages, dem er noch bis 1969 angehören sollte. Zugleich hinaus bekleidete er die Funktion des Schatzmeisters des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und war auf dem legendären DFB-Bundestag am 28. Juli 1962 einer der wesentlichen Wegbereiter für die Gründung der Fußballbundesliga, die am 24. August 1963 ihren Spielbetrieb aufnahm. Als einer der bekanntesten deutschen Sportfunktionäre gehörte der Lippstädter wenige Wochen nach dem brillanten SPD-Wahlsieg bei der Kommunalwahl in Lippstadt auch zur deutschen Delegationsleitung bei der Olympiade in Tokio, wo nach dem Zweiten Weltkrieg die damaligen deutschen Staaten, Bundesrepublik Deutschland und DDR, zum letzten Mal eine gemeinsame Olympiamannschaft ins Rennen um die Vergabe der begehrten Medaillen schickten.

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